Am Friedhof Nussdorf in Wien-Döbling besteht erstmals in Wien die Möglichkeit eine Urne am Weinstock beizusetzen. Am exklusiven Weinberg gelegen, fügt sich diese naturnahe Bestattungsform ideal in die Geschichte und Umgebung dieses historisch bedeutenden Friedhofs ein. Pfarrer Roman Krekora freut sich über diese neue Form der Beisetzung: „Mit der lebendigen Form eines Weinstocks bieten wir auf unserem Friedhof erstmals Naturbestattungen an. Die Urne wird so wieder Teil des natürlichen Kreislaufs.“

Interessierte können schon zeitlebens den konkreten Weinstock auswählen und den Weinstock über die Jahreszeiten beim Wachsen beobachten. Im Sterbefall wird beim Weinstock ein Metallschild mit Gravur mit dem Namen des/der Verstorbenen angebracht. Der Weinstock bzw. Rebstock ist Symbol der Fülle des Lebens. Im Judentum und Christentum gilt er als heiliger Strauch, als Baum des Lebens, als Sinnbild des auserwählten Volkes Israel, das mit einem von Gott gepflanzten Weinberg verglichen wurde.

Wie funktioniert eine Beisetzung am Weinstock?
Wenn Sie Interesse an einer Beisetzung am Weinstock haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit der Feuerbestattung Danubia auf (Tel 02266/63453 bzw. office@feuer-bestattung.at). Im Sterbefall organisiert die beauftragte Bestattung nach ihren individuellen Wünschen eine Trauerfeier mit der Familie, Freunde und Angehörigen. Nach der Feuerbestattung und der Verabschiedungszeremonie markiert die Urnenbeisetzung am Weinstock den Abschluss der Zeremonie. Alle Bestattungsunternehmen können die Urne am Friedhof Nussdorf beisetzen. Für die Verabschiedungszeremonie kann die Kapelle am Friedhof in Nussdorf angemietet werden.

Welche Kosten sind mit der Bestattung am Weinstock verbunden?
Nutzungsbeitrag für eine Person und einer Laufzeit von 25 Jahren: EUR 1.800,- (inkl. aller Steuern und Abgaben)
Gebühr für Graböffnung: EUR 200,00
Miete Friedhofskapelle Nussdorf: EUR 200,00

Informationen zum Friedhof Nussdorf
Der erste Friedhof Nußdorfs wurde um 1600 Ecke Eichelhofstraße/ Hackhofergasse angelegt. Nach der Gründung der Pfarre 1783 wurde der Friedhof an die Stelle der heutigen Hammerschmidtgasse 7-9 verlegt. Bereits 1837 erwies sich der Friedhof als zu klein. Am 25. Juni 1867 wurde der neu angelegte Pfarrfriedhof in der Nußberggasse eröffnet.

Am 1. November 2008 segnete Generalabt Probst Bernhard Backovsky in Anwesenheit von Pfarrer Pater Roman und Diakon Kurt die neu errichtete Kapelle. Heute fügt sich die Kapelle in das Bild eines stillen „Dorf-Friedhofs“ ein und stellt einen versöhnlichen Ort des letzten Abschieds dar. Der lichtdurchflutete Innenraum verweist auf die Erwartungen der Christen nach dem irdischen Leben: Die Strahlen an den Fenstern lassen uns den Weg in den Himmel erahnen. Die Holzfigur Christi führt uns empor. Der Klang der Glocke begleitet den Weg zur letzten Ruhestätte.

Der Friedhof der Pfarre Nußdorf befindet sich in der Nußberggasse 48, 1190 Wien.